Marie Vogt gegen Antonia Schmidt: Längstes Match des Turniers bisher

Marie Vogt gegen Antonia Schmidt
Endstand: 6:7 (4) / 6:1 / 6:3

Als die beiden deutschen Spielerinnen Marie Vogt (20) und Antonia Schmidt (24) am Donnerstagnachmittag gegen 14.20 Uhr den Platz fünf betraten, ahnten sie noch nicht, dass sie das bisher längste Match des Turniers spielen werden.

Die beiden Spielerinnen trafen zuvor erst einmal aufeinander. Beim Hallenturnier in Altenkirchen im Februar dieses Jahres gewann Marie Vogt in zwei Sätzen, die beide über den Tiebreak entschieden wurden. Damals kämpften sie zwei Stunden um den Sieg. Das Spiel auf dem Bessunger Sand hingegen dauerte dreieinhalb Stunden.

Bei bestem Tenniswetter um die 25 Grad traten die aus Nürnberg stammende Schmidt und die für den TC Bernhausen bei Stuttgart spielende Vogt gegeneinander an. Es war fast zu erwarten, dass die Matches häufig über Einstand gingen. Antonia Schmidt kassierte gleich zu Beginn vom Stuhlschiedsrichter eine Verwarnung – ohne Punktabzug – da sie die Aufschlagszeit von 25 Sekunden häufig überschritt. Die Stärke der beiden Spielerinnen ist sehr ähnlich, beide beherrschen feste, lange Grundschläge. Stopps, Loops oder andere Schlagvarianten kommen eher selten vor. Der erste Satz war daher sehr ausgeglichen und musste im Tiebreak entschieden werden, den Antonia Schmidt mit 7:4 gewann.

Im zweiten Satz lag Marie Vogt schnell mit 4:1 vorne, psychologisch sicher ein Vorteil, auch wenn es nur ein Break zugunsten der Stuttgarterin war. Die Spiele gingen zwar noch immer häufig über Einstand, die Rallys waren lang und sehenswert, so richtig ins Spiel kam Schmidt im zweiten Durchgang aber nicht mehr und verlor ihn deutlich mit 6:1.

Vor dem entscheidenden Satz ließ die 24 Jahre alte Schmidt Physio Martin Bremer rufen und nahm eine dreiminütige Behandlungspause. Sie hatte Schmerzen im unteren Rücken, sie wurde am Iliosakralgelenk (ISG) behandelt. Marie Vogt beobachtete entspannt währenddessen das Doppelmatch auf Platz sieben. Zu Beginn des dritten Durchgangs gelangen Vogt gleich zwei Breaks, sie führte schnell mit 3:0. Zwar versuchte Schmidt mit eingestreuten Mondbällen den Rhythmus ihrer Gegnerin zu stören, es gelang ihr aber nicht. Zwei Doppelfehler beim Aufschlag der Nürnbergerin brachten schließlich Marie Vogt den Sieg. Sie trifft nun im Viertelfinale auf die an Nummer zwei gesetzte Schwedin Kasja Rinaldo Persson.

(sar)

Marie Vogt (GER)

Antonia Schmidt (GER)