Bennemann gegen Tsygourova: Mit erst 17 Jahren dominant, nervenstark und abgeklärt

Eva Bennemann gegen Katerina Tsygourova
Endstand: 7:5 / 6:0

Eva Bennemann zählt zu den aufstrebenden Spielerinnen im deutschen Tennisnachwuchs und wurde am Donnerstag von Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner beobachtet. Das Match begann trotz bedecktem Himmel bei besten Tennis-
temperaturen und pünktlich. Als die Schiedsrichterin den Platz betrat, kam die Sonne kurz hervor. Ein gutes Omen ?

Bennemann attackierte gleich beim ersten Spiel den Aufschlag ihrer Gegnerin mit ihrer kraftvollen Vorhand. Sie war von Beginn an voll im Spiel und führte schnell mit 2:0. Die 25 Jahre alte Schweizerin hatte eine Blutblase am Mittelfinger der Schlaghand, konnte aber nach kurzer Behandlung ihr erstes Spiel 2:1 gewinnen.

Eva Bennemann gestaltete ihr Spiel weiter sehr dominant mit ihren harten und druckvollen Grundlinienschlägen, denen die Schweizerin zunächst nur wenig entgegensetzen konnte. Als probates Gegenmittel setzte sie wiederholt Stopps ein, variierte nun mehr und konnte im sechsten Spiel der Dorstenerin den Aufschlag abnehmen. Das war der Ausgleich zum 3:3.

Doch Bennemann ließ sich davon keineswegs beeindrucken, sondern holte sich mit tollen Returns gleich das Re-Break zum 4:3. Nachdem Bennemann aber ein schwaches Aufschlagspiel ablieferte und ihren Service verlor, spielte die Schweizerin in dieser Phase trotz höherem Risiko präzise Bälle und konnte mit dem Spielgewinn zum 4:5 erstmals in diesem Satz in Führung gehen.

Doch wer nun dachte, dass dies die Wende in diesem Satz gewesen wäre, lag falsch, denn Eva Bennemann blieb stabil und spielte nun hochkonzentriert. Sie holte sich das Break zum 6:5 und konnte nun bei eigenem Aufschlag den Satz für sich entscheiden. In der entscheidenden Phase dieses Satzes begann die Schweizerin beim Stand von 30:0 mit der Schiedsrichterin zu diskutieren. Bennemann blieb aber nervenstark und holte sich den ersten Satz mit 7:5.

Satz zwei begann analog zum ersten Satz mit Aufschlagverlusten von Katerina Tsygourova und es stand angesichts des dominanten Spiels von Eva Bennemann schnell 4:0. Das deutsche Nachwuchstalent attackierte weiter permanent die Aufschläge ihrer Gegnerin, gestaltete ihr Spiel souverän und war aufmerksam bei Stopp- oder Passierbällen.

Die Schweizerin feuerte sich zwar an, konnte aber wegen ihres ersten Doppelfehlers und einer verschlagenen Vorhand das Match nicht mehr wenden. Das fünfte Spiel ging bei Aufschlag Tsygouova mehrfach über Einstand, allerdings mit dem besseren Ende für Bennemann.

Das außergewöhnliche Talent aus dem deutschen Juniorinnenbereich brachte ihren eigenen Aufschlag sicher zum 6:0 durch und holte sich gleich mit dem ersten Matchball den Sieg gegen eine sehr gute Gegnerin, die wenig Fehler machte, am Ende aber frustriert wirkte.

Von Eva Bennemann, die am Donnerstagnachmittag noch in der Doppelkonkurrenz mit ihrer Partnerin Karla Bartel antrat, wird sicher noch einiges zu erwarten sein: Beim Turnier in Bessungen und auch sonst.

(mbou)

Eva Bennemann (GER)

Katerina Tsygourova (SUI)