Im Zweifelsfall: Deine Spuren im Sand …
Fußball-Fans kennen den Keller in Köln mit dem Videoschiedsrichtern. Tennis-Fans sind unterdessen an das sogenannte Hawkeye gewöhnt. Sogenannte Electronic Line Calling-Systeme entscheiden in Millisekunden, ob ein Ball noch drinnen ist oder draußen. Gelebte Praxis bei vielen Turnieren und 3 von 4 Grand Slams. Und wer setzt noch auf Linienrichterinnen und Linienrichter?
Vortreffliche französische Linienrichter
Nicht die Briten in Wimbledon, wie man es auch hätte erwarten können. Unsere Nachbarn aus Frankreich, wo gerade in Roland Garros die French Open stattfinden – mit Alexander Zverev im Halbfinale der Herren. Das gallische Dorf an der Seine hält an seinen Linienrichtern fest — und begründet das mit der „Vortrefflichkeit des französischen Schiedsrichterwesens“. Kein Hawkeye. Der Mensch entscheidet.
Das mögen viele, aber nicht alle, wie wir gerade in Paris erlebt haben. So beispielweise die Chinesin Wang Xinyu:, die kurzerhand die Platzseite der Hamburgerin Tamara Korpatsch betrat, um ihr vorzuwerfen, sie habe auf den falschen Ballabdruck gezeigt. Das ist natürlich nicht erlaubt. Da gab es dann auch kein Händeschütteln nach dem Match.
Der Sand lügt nicht. Meistens
Dass die Emotionen hochkochen, das kennen wir auch beim Tennis International Turnier in Bessungen. Bei unserem kleinen, aber um so feineren Turnier gibt es natürlich kein Hawkeye auf unseren Plätzen. Und auch keinen Videokeller in Köln, wie wir ihn vom Fußball kennen — und wenn, dann wäre er bei Vereinswirt Ramon an der Theke zu finden. Stattdessen steigt die Schiedsrichterin, der Schiedsrichter im Zweifelsfall vom Stuhl, tritt an den Sandplatz und schaut nach dem Abdruck. War er drin? War er draußen? Deine Spuren im Sand, frei nach Howie. Denn der Sand lügt nicht. Also meistens.
Very Special Service in Bessungen
Und wer nach kontroversen Diskussionen rund um drinnen oder draußen eine Pause braucht: Auf der Festwiese wartet die legendäre Rindswurst. Und wir in Bessungen bieten außerdem, was kein Grand Slam der Welt kennt: Rolf Leininger, der der Siegerin einer Partie schon mal persönlich ein Bier auf den Platz bringt. Service wie diesen gibt es nicht mal in Roland Garros.
Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf ein spannendes, unterhaltsames Turnier — mit tollen Spielerinnen und guten Schiedsrichtern.Und ja, es wird auch wieder die ein oder andere Diskussion geben, ob ein Ball drinnen oder draußen war. Aber das gehört dazu – und um es mit dem Gallischen Dorf zu sagen: Solange uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt …
(spf)

Deine Spuren im Sand: Die Ähnlichkeit des Schiedsrichters mit einem bekannten Schlagersänger ist rein zufällig.




















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