Congrats Sascha – Welcome Mischa beim Tennis International Turnier in Bessungen

Herzlichen Glückwunsch, Alexander „Sascha“ Zverev, zum ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open 2026 auf Roland Garros in Paris! Endlich hat es geklappt. 6:1, 4.6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 gegen den Italiener Flavio Cobolli — eine mehr als starke, im Finale fast übermenschliche Leistung über das gesamte Turnier, mit einem Aufschlag und einer Rückhand, die in Paris zuletzt kaum zu bezwingen waren.

Doch ein Zverev kommt selten allein. Was Roland Garros für Sascha, sind am 17. Juli 2026 die Plätze des TC Bessungen 2000 für Michael „Mischa“ Zverev.

Ein Bruder, zwei Bühnen

Der ehemalige ATP-Profi und Davis-Cup-Spieler Mischa Zverev hat selbst auf höchstem Niveau Tennis gespielt. 2017 schlug er in Wimbledon Roger Federer aus dem Turnier. Heute unterstützt er seinen Bruder Sascha und tourt im Rahmen der Mischa Zverev Club Tour by Lexus mit seinem Team durch Deutschland. Für das Tennis International Darmstadt, das in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert, macht er am Freitag, 17. Juli, Station auf der Anlage des TC Bessungen 2000.

Ab 14 Uhr: Mischa herausfordern — wer traut sich?

Vier Stunden lang wird Bessungen zum Tennisplatz für alle. Moderiert von dem langjährigen Sportjournalisten Udo Döring, der das Tennis International seit vielen Jahren begleitet, bieten Mischa Zverev und sein Team Tennis-Challenges: Wer bringt seinen Aufschlag durch? Wer wickelt das Griffband schneller? Dazu gibt es Trainingseinheiten für den Nachwuchs und für alle, die einfach mal neben einem Profi auf dem Platz stehen möchten.

Das ist kein Programm für die Zuschauertribüne. Das ist Tennis zum Anfassen.

Ab 18 Uhr: Das Promi-Doppel

Den Abend gestaltet Mischa Zverev gemeinsam mit drei Gegnern, die alle wissen, was Druck auf dem Platz bedeutet.

Barbara Rittner, Schirmherrin des Tennis International Darmstadt, kennt diesen Druck aus Jahrzehnten: als frühere Weltklasse-Spielerin und langjährige Architektin des deutschen Frauen-Tennis. Dass sie weiß, wie man einen Tennisschläger hält, versteht sich von selbst.

Florian Kohfeldt, Cheftrainer des SV Darmstadt 98, hat Tennis erst spät entdeckt — und dann mit einer Konsequenz betrieben, die man nur von ihm kennt. Keine einzige Trainerstunde, sagt er. Dafür inzwischen Regionalliga-Niveau bei Herren 40, TEC Darmstadt. Sein Urteil über den zweiten Aufschlag unter Druck fiel übrigens eindeutig aus: schwerer als ein Elfmeter.

Romy Kölzer hat den Profi-Tennis aus nächster Nähe gelebt — als Spielerin auf der Tour, bis sie die Karriere mit fast dreißig Jahren hinter sich ließ. Heute arbeitet sie als Coach für Leistung und Selbstführung — und bringt am Freitag ihre Erfahrung vom Profi-Alltag mit auf den Platz.

Danach: Feiern auf der Festwiese

Nach dem letzten Spielstand geht es gemeinsam auf die Festwiese des TC Bessungen 2000. Das Jubiläumsjahr feiert sich am besten dort, wo Tennis und Gemeinschaft zusammenkommen — unter freiem Himmel, mit guter Stimmung.

Wer am Freitag nach Bessungen kommt, erlebt nicht nur das Turniergeschehen auf der Hauptanlage, sondern einen Abend mit echtem Charakter.

Tennis International Darmstadt, 13.–19. Juli 2026, TC Bessungen 2000. Eintritt frei.

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Im Zweifelsfall: Deine Spuren im Sand …

Fußball-Fans kennen den Keller in Köln mit dem Videoschiedsrichtern. Tennis-Fans sind unterdessen an das sogenannte Hawkeye gewöhnt. Sogenannte Electronic Line Calling-Systeme entscheiden in Millisekunden, ob ein Ball noch drinnen ist oder draußen. Gelebte Praxis bei vielen Turnieren und 3 von 4 Grand Slams. Und wer setzt noch auf Linienrichterinnen und Linienrichter?

Vortreffliche französische Linienrichter

Nicht die Briten in Wimbledon, wie man es auch hätte erwarten können. Unsere Nachbarn aus Frankreich, wo gerade in Roland Garros die French Open stattfinden – mit Alexander Zverev im Halbfinale der Herren. Das gallische Dorf an der Seine hält an seinen Linienrichtern fest — und begründet das mit der „Vortrefflichkeit des französischen Schiedsrichterwesens“. Kein Hawkeye. Der Mensch entscheidet.

Das mögen viele, aber nicht alle, wie wir gerade in Paris erlebt haben. So beispielweise die Chinesin Wang Xinyu:, die kurzerhand die Platzseite der Hamburgerin Tamara Korpatsch betrat, um ihr vorzuwerfen, sie habe auf den falschen Ballabdruck gezeigt. Das ist natürlich nicht erlaubt. Da gab es dann auch kein Händeschütteln nach dem Match.

Der Sand lügt nicht. Meistens

Dass die Emotionen hochkochen, das kennen wir auch beim Tennis International Turnier in Bessungen. Bei unserem kleinen, aber um so feineren Turnier gibt es natürlich kein Hawkeye auf unseren Plätzen. Und auch keinen Videokeller in Köln, wie wir ihn vom Fußball kennen — und wenn, dann wäre er bei Vereinswirt Ramon an der Theke zu finden. Stattdessen steigt die Schiedsrichterin, der Schiedsrichter im Zweifelsfall vom Stuhl, tritt an den Sandplatz und schaut nach dem Abdruck. War er drin? War er draußen? Deine Spuren im Sand, frei nach Howie. Denn der Sand lügt nicht. Also meistens.

Very Special Service in Bessungen

Und wer nach kontroversen Diskussionen rund um drinnen oder draußen eine Pause braucht: Auf der Festwiese wartet die legendäre Rindswurst. Und wir in Bessungen bieten außerdem, was kein Grand Slam der Welt kennt: Rolf Leininger, der der Siegerin einer Partie schon mal persönlich ein Bier auf den Platz bringt. Service wie diesen gibt es nicht mal in Roland Garros.

Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf ein spannendes, unterhaltsames Turnier — mit tollen Spielerinnen und guten Schiedsrichtern.Und ja, es wird auch wieder die ein oder andere Diskussion geben, ob ein Ball drinnen oder draußen war. Aber das gehört dazu – und um es mit dem Gallischen Dorf zu sagen: Solange uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt …

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Deine Spuren im Sand: Die Ähnlichkeit des Schiedsrichters mit einem bekannten Schlagersänger ist rein zufällig.

Deine Spuren im Sand: Die Ähnlichkeit des Schiedsrichters mit einem bekannten Schlagersänger ist rein zufällig.

Tamara Korpatsch: Kein Handschlag, aber die dritte Runde

Serie: Wer in Bessungen aufgeschlagen hat, aus dem wird was

Paris, Roland Garros, Nebenplatz 7. Tamara Korpatsch und Wang spielen Tennis — oder genauer gesagt: Sie spielen Tennis, streiten, gestikulieren, diskutieren, verweigern am Ende den Handschlag. Wang kassiert während des Matches eine Verwarnung, weil sie eigenmächtig die Seite wechselt, um einen Ballabdruck zu kontrollieren — was verboten ist. Sie leistete sich 65 unerzwungene Fehler. Hinterher entschuldigte sie sich für die Regelverletzung, aber nicht bei Korpatsch persönlich. Die Hamburgerin kommentierte das anschließend bei Eurosport mit einer Nüchternheit, die viel über ihren Charakter sagt: „Eigentlich haben wir uns immer total gut verstanden. Was jetzt passiert ist, keine Ahnung.“

Was passiert ist, war trotz allem ihr bisher größter Grand-Slam-Erfolg: Tamara Korpatsch hat bei den French Open 2026 erstmals in ihrer Karriere die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Eine Spielerin, die wir kennen

In Darmstadt-Bessungen hört man diesen Namen und nickt. Tamara Korpatsch hat auf der Anlage des TC Bessungen 2000 aufgeschlagen, damals noch als ITF-Spielerin, die sich Schritt für Schritt nach oben kämpfte. Und wer in Bessungen aufschlägt, aus dem wird, wie die Erfahrung lehrt, meistens etwas.

Das Jahr, an das sich viele beim TCB erinnern, ist 2016. Korpatsch gewann damals das Turnier. Aber die Geschichte dahinter ist genauso interessant.

Strom, Wasser und ein Wohnwagen auf dem Vereinsgelände

Die Korpatschs kamen nicht mit einem Tross. Sie kamen mit einem Wohnwagen. Vater Thomas, der bis heute als Coach seiner Tochter fungiert, hatte seinen Kindern früh eine Regel mitgegeben: Es gibt ein Hobby, bei dem er sie unterstützt. Nur eines. Tamara entschied sich für Tennis — und der Deutsche Tennis-Bund entschied sich dafür, das mit wohlwollender Distanz zu begleiten. Also machte die Familie das, was Familien machen, die es trotzdem wollen: Sie fuhren selbst. Zunächst im Auto, irgendwann im Wohnwagen. Auf dem Vereinsgelände des TC Bessungen 2000 legte der Platzwart kurzerhand Strom und Wasser zum Wohnwagen — so läuft das hier bei uns in Bessungen.

Korpatsch gewann das Turnier in Darmstadt, dann das nächste in Lenzerheide, dann das in Horb. Drei Titel in wenigen Wochen. Zum ersten Mal stand sie unter den Top 200 der Welt. Und am Ende dieses Sommers hatte sie die Qualifikation für die US Open in der Tasche — wohin sie, das sei der Vollständigkeit halber erwähnt, ohne Wohnwagen anreiste.

Angefangen hatte das alles, lange vor Bessungen, auf einem Supermarkt-Parkplatz in Hamburg. Vater und Tochter, eine niedrige Hecke als Netz, und der Gedanke, dass ein Netz auf Normhöhe zwar praktisch ist, aber keine notwendige Bedingung für Ehrgeiz.

Von Cluj bis Roland Garros — und kein Verband, der geholfen hätte

Heute ist Tamara Korpatsch eine vollwertige WTA-Spielerin. 2022 gewann sie ein WTA-125-Turnier in Budapest. 2023 holte sie ihren ersten WTA-250-Titel in Cluj-Napoca. Karrierebestplatzierung: Weltranglistenplatz 71 im Oktober 2023. Und jetzt, 2026, die dritte Runde der French Open. „Wir haben das alles alleine geschafft“, hat Korpatsch mehr als einmal gesagt. Man glaubt es ihr.

In Bessungen erinnern wir uns an den Wohnwagen, an den Platzwart, der den Strom legte, und an eine junge Hamburgerin, die damals gewann. Das Turnier, das sie auf dem Weg nach oben begleitet hat, feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag — als W50-Turnier, mit einem Rahmenprogramm, das dem Anlass gerecht wird.

Ab dem 13. Juli ist es soweit. Wer wissen möchte, welche der heutigen Spielerinnen in ein paar Jahren den Weg von Tamara Korpatsch nimmt, sollte vorbeischauen. Die Geschichte hat gezeigt: Bessungen ist ein guter Ort dafür.

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