Nervenschlacht: Bulatova kämpft sich gegen Groth ins Hauptfeld
Arina Bulatova gegen Georgina Groth
4:6 6:1 3:6
Um den Einzug ins Hauptfeld des Tennis International 2026 kämpften auf Court 5 die in der Weltrangliste an 1207 dotierte deutsche Georgina Groth gegen die russin Arina Bulatova, die in der Weltrangliste knapp 600 Plätze vor ihrer Gegnerin, auf Platz 614 dotiert ist.
Den besseren Start in die Partie fand zunächst Bulatova, die es ihrer Gegnerin durch wiederholte Tempowechsel schwer machte, ihren Rhythmus zu finden. Die hohe Fehlerquote auf deutscher Seite führte zu einer schnellen 2:4 Führung für die 20-jährige Russin, die beim Tennis International erstmals aufschlägt. Doch Groth kämpfte sich durch eine zunehmend krachende Vorhand zurück ins Match und sorgte durch das schnelle Aufholen zum 4:4 bei ihrer Gegnerin Bulatova für zunehmende Selbstgespräche und verzweifelte Blicke in Richtung Coach. Mit einer höheren Aufschlagquote beim 1. Aufschlag gelang es Groth nun häufiger, die Ballwechsel zu dominieren. Und das, obwohl sie aufgrund ihrer deutlichen Rückhandschwäche nahezu jeden Ball zur Vorhand umlief und den Platz somit vollständig öffnete. Doch die Russin konnte diesen offenen Platz nur zu selten nutzen, zeigte beim Stand von 4:5 kaum einen ersten Aufschlag mehr und gab den mit 4:6 ab.
Bulatova verließ den Court hörbar frustriert. Die Pause scheint Balutova gut getan zu haben: Schon nach kurzer Zeit ging sie erneut deutlich in Führung. Sie nutzte die offenen Räume bei Groth nun effektiver, setzte ihre Gegnerin mit dem Aufschlag zunehmend unter Druck und setzte die Bälle einmal mehr als Groth präzise neben die Linie. Ein deutliches 6:1 brachte der in der Qualifikation an 4 gesetzte Balutova den Satzausgleich ein.
Im entscheidenden Satz drehte die deutsche das Spiel erneut und ging mit 3:1 in Führung, nachdem ihre Gegnerin eine 40:0 Führung abgab und zunehmend Frustriert mit ihrem Trainer schimpfte und sich mit dem Schläger wiederholt aufs Bein schlug, sodass sogar ihre Kontrahentin schmerzerfüllt das Gesicht verzog. Während das Publikum der Russin aufgrund ihrer aktuellen Nervenschwäche den Sieg nicht mehr zuzutrauen schien, bearbeitete diese nun zunehmend die weiterhin schwache Rückhand der deutschen und holte zum 3:3 auf. Im siebten Spiel des entscheidenden Satzes zog sich die deutsche bei einem Ausfallschritt sichtlich Schmerzen in die Hüfte. Sie bewegte sich von diesem Zeitpunkt an deutlich schlechter und erschien zum Aufschlag ihrer Gegnerin erstmalig zu spät. Bulatova dagegen wirkte in dieser Phase noch entschlossener, nahm die Bälle frühund holte sich den Sieg und somit den Einzug ins Hauptfeld mit 4:6 6:1 3:6.
(joh)




















