Ein guter Aufschlag und Beharrlichkeit führen in die HauptrundeEine nette Überschrift
Tilwith Di Girolami gegen Lola Giza
4:6 6:7
In der zweiten Runde lieferten sich am Dienstag die BelgierinTilwith Di Girolami und die Deutsche Lola Giza über lange Strecken ein Duell auf Augenhöhe, das am Ende dennoch eine verdiente Siegerin sah, deren Konstanz und Aufschlagstärke den Ausschlag gaben.

13.07.2026, Tennis International 2026, Darmstadt
German, Masters, Series, Damen
Qualifikation: Lola Giza (GER)
Foto: Herbert Krmer
Mit Di Girolami stand am Dienstag eine 23jährige auf dem Mercedes-Benz Center Court, die in Darmstadt zum ersten Mal aufschlägt und in der Qualifikation an 7. Stelle gelistet ist. Sie belegt auf der WTA Rangliste Platz 672 und kann bereits einen Turniersieg auf Sand aus dem Jahr 2022 in Heraklion vorweisen. Neben dem Versuch, sich im Profitennis zu etablieren, studiert sie seit 2025 parallel dazu an einem College in den USA. In der ersten Runde der Qualifikation gelang Di Girolami am Montag mit 6:2 6:2 ein deutlicher Sieg über die Ukrainerin Anastasiya Zaparyniuk.

14.07.2026, Tennis International 2026, Darmstadt
German, Masters, Series, Damen
Qualifikation: Tilwith Di Girolami (BEL)
Foto: Herbert Krmer
Lola Giza steht mit ihren 19 Jahren noch ganz am Anfang ihrer Tenniskarriere und belegt aktuell Platz 1215 der WTA. Ursprünglich für eine Wildcard des DTB gemeldet, rutschte sie noch direkt ins Qualifikationsfeld. Am Montag zeigte die junge Deutsche eine starke Leistung gegen die an Platz 11 gesetzte Usbekin Laima Vladson, gegen die sie sich in zwei Sätzen am Ende nervenstark im Tiebreak durchsetzte.
Giza schlug zum ersten Satz auf und sofort entwickelte sich das Tennisspiel, das die Zuschauer im gesamten Match sahen. Die Deutsche punktete mit ihren guten ersten und zweiten Aufschlägen, mit denen ihre Gegnerin große Probleme hatte. Kam Di Girolami allerdings ins Spiel, kontrollierte sie die Ballwechsel im ersten Satz mit ihrer druckvollen Vorhand, erzwang dadurch Fehler ihrer Gegnerin und führte nach Break 3:1.
Nun zeigte sich aber die Stärke der jungen Deutschen, die Ruhe bewahrte, gut aufschlug und das Spiel ihrer Gegnerin immer besser las. Der Belgierin unterliefen vermehrt Fehler und Giza spielte gezielt deren Rückhand an, die Di Girolami häufig umlief, öffnete so das Feld und punktete mehrfach mit krachenden Vorhand-Cross-Bällen. Nach 45 Minuten ging so der erste Satz mit 6:4 an Giza.
Die Deutsche konnte den Schwung mit in den zweiten Durchgang nehmen, schlug weiter sehr gut auf und zwang ihre Gegnerin mit hart platzierten Bällen zu Fehlern, sodass es schnell 3:1 für Giza stand. Nun aber entwickelte die Belgierin noch einmal Kampfgeist. Sie zeigte jetzt ihr bestes Tennis von der Grundlinie aus, rückte aber auch immer wieder vor ans Netz oder platzierte exzellente Stoppbälle. Plötzlich war das Match wieder ausgeglichen und die Entscheidung musste im zweiten Satz im Tiebreak fallen.
Dass dieser Satz wieder denkbar knapp verlief, versteht sich von selbst und nach einer Stunde und 55 Minuten verließ Giza den Platz als überglückliche Gewinnerin. Der Unterschied zwischen den beiden Spielerinnen war denkbar gering, aber die Deutsche hatte den besseren Aufschlag, behielt immer die Nerven und zog ihr Spiel beharrlich durch. Somit zieht eine junge deutsche Nachwuchsspielerin verdient in die Hauptrunde ein.




















