Schunk stürmt souverän ins Viertelfinale

Nastasja Schunk (GER) vs. Mathilde Lollia (FRA)
6:0, 6:4

Nastasja Schunk schlug im letzten Spiel der 2. Runde die Französin Mathilde Lollia in zwei Sätzen mit 6:0, 6:4 und zog so als dritte Deutsche in die Runde der letzten Acht ein. In Bessungen brachte die 22 Jahre alte Mainzerin das höchste erreichte Karrierehoch aller Teilnehmerinnen mit: Im August 2022 stand sie auf Rang 143 der Weltrangliste.

Bekannt wurde sie 2021, als sie als ungesetzte Spielerin das Juniorinnen-Finale in Wimbledon erreichte – ein Ausrufezeichen, das große Erwartungen weckte. Ihr aktueller Eintrittswert von Rang 408 ist nach Rückschlägen eine Momentaufnahme. In der 1. Runde hatte sich Schunk im deutsch-deutschen Duell mit Julia Stusek ebenfalls in zwei Sätzen durchgesetzt.

16.07.2026, Tennis International 2026, Darmstadt
German, Masters, Series, Damen
Nastasja Schunk (GER)
Foto: Herbert KrŠmer

Lollia hatte in der ersten Runde als Qualifikantin die favorisierte Niederländerin Anouk Vrancken Peeters in drei Sätzen geschlagen. Grundsätzlich gehörte die am 20. Mai 2000 geborene Französin zu den erfahreneren Qualifikantinnen, galt zudem als Sandplatzspezialistin. Seit 2018 ist sie Profi und erreichte ihr Karrierehoch mit Rang 397; aktuell steht sie um Position 550.

Im ersten Spiel des ersten Satzes agierten Schunk und Loilla lange auf Augenhöhe, doch am Ende setzte sich die aufschlagende Deutsche durch. Anschließend gab Lollia ihr eigenes Aufschlagsspiel aus der Hand und fand danach im gesamten ersten Satz nicht mehr in die Partie. Selbst beim Stand von 0:3 vergab sie mehrere Spielbälle und verpasste so, noch einmal heranzukommen. Über die gesamte Partie spielte die Rechtshänderin aus Frankreich der Linkshänderin aus Mainz immer wieder so passgenau in die Vorhand, dass diese mit platzierten Schlägen punkten konnte. Nach 36 Minuten endete der Satz ohne Spielgewinn für Lollia.

16.07.2026, Tennis International 2026, Darmstadt
German, Masters, Series, Damen
Mathilde Lollia (FRA)
Foto: Herbert KrŠmer

In der Pause verbarg die Französin den Kopf unter ihrem Handtuch – offensichtlich, um sich zu sammeln. Und das zeigte tatsächlich Wirkung. Das erste Spiel war hart umkämpft und ging nach gut elf Minuten zwar noch an die aufschlagende Schunk. Allerdings ließ sich Schunk nach einer Ermahnung wegen Zeitspiels beim Aufschlag auf eine Diskussion mit dem Schiedsrichter ein und wirkte anschließend weniger fokussiert. Dagegen hatte Lollia ihre beste Phase, glich aus und durchbrach dann Schunks Aufschlag.

Die Deutsche kam jedoch im sechsten Spiel des ersten Satzes zurück, als sie zunächst drei Breakbälle liegen ließ, aber sich schließlich doch durchsetzte. In der Folge brachten beide Spielerinnen ihre Aufschläge durch, wobei die Fehlerquote bei den Aufschlägen vor allem bei der Französin immer höher wurde. Beim Stand von 5:4 gelang Schuck schließlich das Break, mit dem sie das Match gewann. Im Viertelfinale trifft Schunk nun auf die an Nummer eins gesetzte Turnierfavoritin Selena Janicijevic aus Frankreich.

(koe)